Interview mit Matthias Görnert zur Wiederwahl als IG Regionalvertreter im Bereich des GV Ost

Matthias Görnert ist Vorstandsmitglied in der Volksbank eG Köthen-Bitterfeld. Das Geschäftsgebiet der erfolgreichen Bank mit einer Bilanzsumme von 203 Mio. Euro liegt in Sachsen-Anhalt zwischen Magdeburg und Halle.

Der Medienbeauftragte der IG, Mathias Gerstner, führte nach der Wiederwahl ein Interview mit Matthias Görnert.

Matthias, zunächst Herzlichen Glückwünsch zu deiner Wiederwahl als IG-Regionalvertreter im östlichen Gebiet des Genoverbandes. Du hast alle Stimmen der Mitgliedsbanken aus dem Bereich des GV Ost erhalten. Nun kannst du dich in einer weiteren Periode in der IG und für unsere kleinen und mittleren Genossenschaftsbanken einbringen.

Seit wann bist du als Regionalsprecher der IG tätig?

Mathias Görnert: Ich habe meine Tätigkeit im IG-Vorstand im August 2019 aufgenommen und gehöre inzwischen zu den dienstältesten Regionalsprechern.

Die Bundessprecher und die Regionalvertreter der IG haben sich verschiedene Fachgebiete zugeordnet. Was sind die fachlichen Schwerpunktthemen für dich in der IG?

Matthias Görnert: Meine fachlichen Schwerpunkte in der IG liegen in den Bereichen ZAM (Auslagerung und IKT-Dienstleistungen), sowie in den Themenfeldern VR-Finanz, GenoBroker und VR-Networld. Darüber hinaus bin ich in den regelmäßigen Austausch mit Vertretern des Genossenschaftsverbands eingebunden. Hinzu kommt meine Mitwirkung im BVR-Austausch zu Steuerungsthemen sowie im Dialog mit der TeamBank.

Der Vorstand der IG besteht aus 14 Mitgliedern. Seit drei Jahren ist Hendrik Freund der Bundessprecher der IG. Zu Seite sehen ihm 13 weitere Regionalvertreter. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Matthias Görnert: Die Zusammenarbeit im Vorstand der IG ist von einem engen und vertrauensvollen Austausch geprägt. Unterschiedliche regionale Perspektiven und fachliche Schwerpunkte werden zusammengeführt, um gemeinsame Positionen zu entwickeln. Gerade diese breite Aufstellung ist eine Stärke, weil sie ermöglicht, Anliegen aus der Praxis strukturiert aufzunehmen und mit einer abgestimmten Stimme zu vertreten.

Mit über 300 Mitgliedern sind inzwischen fast 50% aller Genossenschaftsbanken in Deutschland Mitglied bei der IG. Was war damals der Antrieb deiner Bank Mitglied bei der IG zu werden?

Matthias Görnert: Ausschlaggebend war für uns der Wunsch, dass die Interessen kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken im Verbund angemessen berücksichtigt werden. Gerade bei Gremienstrukturen und Mandatsbesetzungen zeigen sich immer wieder besondere Herausforderungen. Die IG bietet hier eine Plattform, auf der praxisrelevante Themen aus Sicht der Institute offen angesprochen, bewertet und gemeinsam weiterentwickelt werden können. Für unsere Bank ist es wichtig, Teil eines Netzwerks zu sein, das konstruktiv Impulse setzt und konkrete Anliegen bündelt

Neben dem BVR in Berlin gibt es noch 4 Regionalverbände in Deutschland, welche die Genossenschaften vertreten. Was kann eine IG besser oder anders?

Mathias Görnert: Die IG ergänzt die bestehenden Verbandsstrukturen durch ihre besondere Praxisnähe und die unmittelbare Rückkopplung mit den Mitgliedsbanken. Sie kann Themen sehr direkt aus dem Bankalltag aufnehmen, bündeln und mit klarem Fokus vertreten. Gerade Vorstände kleinerer und mittlerer Institute sind stark im Tagesgeschäft eingebunden und kennen die aktuellen Herausforderungen sehr genau. Deshalb ist es wichtig, dass diese Perspektiven sichtbar gemacht werden und in Diskussionen angemessen Berücksichtigung finden

Wenn du drei Jahre nach vorne blickst: Woran möchtest du am Ende deiner neuen Amtszeit erkennen, dass die Interessengemeinschaft und du als Regionalvertreter erfolgreich warst?

Matthias Görnert: Erfolg wäre für mich erreicht, wenn es gelingt, die Anliegen der Mitgliedsbanken weiterhin wirksam in die relevanten Diskussionen einzubringen und dabei konkrete Verbesserungen für die Praxis zu erzielen. Dazu gehört, dass wichtige Themen frühzeitig aufgegriffen, Positionen klar formuliert und tragfähige Lösungen mitentwickelt werden. Darüber hinaus wäre es ein gutes Zeichen, wenn die IG ihre Wahrnehmung und ihr Gewicht innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe weiter stärken kann.

Matthias, vielen Dank für das Gespräch.