Die vierteljährliche Klausurtagung führte die IG Vorstände nach Schwäbisch Hall. An zwei Tagen wurden die kommenden Projekte besprochen und neue Ideen für die kleinen und mittleren Genossenschaftsbanken entwickelt.
Im Termin mit Mike Kammann, dem Vorstandsvorsitzenden der Bausparkasse Schwäbisch Hall, wurden besprochen, wie die strategische Ausrichtung der Bausparkasse ist und wo sich die IG stärker einbringen kann.
Die Genossenschaftliche Finanzgruppe konnte ihren Marktanteil im Bereich der Baufinanzierung um 6% erhöhen. Mit über 30% ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall der Marktführer in Deutschland.
Nach schwierigen Jahren für alle Bausparkassen in Deutschland können die Genossenschaftsbanken in den nächsten Jahren mit steigenden Provisionszahlungen rechnen. Die aktuell höheren Zinsen und die steile Zinsstrukturkurve sind nicht nur für die Banken, sondern auch für die Bausparkasse positiv.
Im Jahr 2024 schlossen nur ca. 4% aller Kunden eine Baufinanzierung rein digital ab. Das Menschen auch in Zukunft in Fragen der Baufinanzierung persönlich beraten werden wollen, macht diese Zahl eindrucksvoll deutlich.
Wann ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall erfolgreich? Dies macht Mike Kammann an drei Punkten fest. Zunächst müsse man strategischer Vorreiter sein und Innovationen vorantreiben. Der Verbundnutzen mit den entsprechenden Provisionszahlungen ist ein zweiter Punkt. Natürlich seien die Ergebniszahlen der Bausparkasse selbst ein weiter, wichtiger Punkt.
Impleco
Kammann berichtete, dass bereits 400 Banken das Angebot von Impleco nutzen. Inzwischen sind bereits über 45.000 Immobilien auf der „Wohnglück“ Homepage zu finden. Die amberra hat sich inzwischen an Impleco beteiligt. So ist gewährleistet, dass Impleco in der Hand der Genossenschaftlichen Finanzgruppe bleibt. Zu Baufinex berichtete Kammann, dass seit 2024 ein Onbordingprozess für Baufinex light zur Verfügung stehe
Beim Bundesweite Strategieportfolio des BVR mit seinen 39 Initiativen arbeite die Bausparkasse Schwäbisch Hall bei mehreren Inhalten mit. Diese sind: Das Genossenschaftliche Ökosystem, Effizienzen und Potenziale im Privatkundengeschäft, die Omnikanalplattform, der Datengetriebener Vertrieb, die Datenstrategie der GFG, und der Bereich der künstlichen Intelligenz.
IG Bundessprecher Hendrik Freund bedankte sich für die Gastfreundschaft der Bausparkasse, in deren Räume die Klausurtagung stattfinden konnte.
IG Mitgliederzahl auf hohem Niveau
Geschäftsführer Adolf Limmer brachte die IG Vorstandsmitglieder auf den neuesten Stand bei der Mitgliederentwicklung. Aufgrund der 20 Volks- und Raiffeisenbanken, welche im Jahr 2024 Neumitglied der IG wurden, stieg die Mitgliederzahl auf 309. Seit 1.1.2015 kam ein weiteres Mitglied dazu und zwei IG Mitgliedsbanken fusionierten miteinander, so dass die Mitgliederzahl nach dem ersten Quartal 2025 stabil bei 309 blieb.
IG Mitgliederversammlung 2025
Zur diesjährigen IG Mitgliederversammlung am 15. Oktober 2025 an der ADG in Montabaur haben sich bereits eine Vielzahl an Mitgliedern angemeldet. Die Paneldiskussion wir in diesem Jahr folgenden Titel tragen: „Aufsichtsrecht – Weniger ist mehr. Licht am Horizont?“ Für den Netzwerkabend konnte als Keynotespeaker der Extremsportler Christoph Strasser gewonnen werden.
IG Mitgliederbefragung
Was erwarten die Mitlieder von ihrer Interessengemeinschaft? Werden die richtigen Themen bearbeitet? Welche Kommunikations- und Informationswege nutzen die IG Mitglieder? Um diese Fragen zu beantworten ist in diesem Jahr eine Mitgliederbefragung geplant. Die Ergebnisse werden in der Mitgliederversammlung am 15. Oktober 2025 vorgestellt.
Kommunikation auf LinkedIn
Die Kommunikation zu und mit den Mitgliedern sei besonders wichtig. IG Medienbeauftragter Mathias Gerstner berichtete über weiterwachsende Followerzahlen auf dem LinkedIn Account der IG. Fast 3.000 Follower folgen der IG auf dieser Social Media Plattform. In den letzten 4 Monaten kamen über 450 neue Follower hinzu. Ein sehr wichtiges Medium sei weiterhin die Homepage der IG. Wöchentlich werde die Homepage über 100 mal aufgerufen und deren Inhalte gelesen.
Webinare 2025
Die Webinarangebote der IG werden von den IG Mitgliedsbanken rege genutzt. Am 4. April steht das nächste Webinar zu Viadukt an. Am 28. April wird die truuco im Webinar aufzeigen, wie der Impulsmanager in Wirkung zu bringen ist. Am 13. Mai sind alle kleinen und mittleren Banken, welche noch keine IG Mitglieder sind, zum Kennenlernwebinar eingeladen. Am 17. Juni können die IG Mitglieder die IG im Webinar besser kennenlernen. Weitere Webinare sind in Planung und werden rechtzeitig auf der IG Homepage und auf LinkedIn veröffentlicht. IG Vorstandsmitglied Frank Nissen schlug vor, zum Thema KI ein Webinar für kleine und mittlere Banken anzubieten. Man werde sich mit der Idee beschäftigen und ein Webinarangebot vorbereiten.
Die DZ Privatbank
Die DZ Privatbank bietet mit VR PrivatBanking für Kunden ab 250.000 Euro liquidem Vermögen ein interessantes Privatbankkonzept an. In vielen kleinen und mittleren Genossenschaftsbanken hat die DZ Privatbank keine oder nur eine geringe Bedeutung. In einem Webinar wird sich die DZ Privatbank in diesem Jahr den IG Mitgliedern vorstellen.
ZAM
Die IG Vorstandsmitglieder Jörg Porsche und Reinhard Stahl vertreten die ZAM in der IG.Ein Termin am 11.05.2025 bezüglich des Preiskonzeptes und der weiteren Abstimmung wurde vereinbart. Aktuell wird die Unterstützung zum zentralen Auslagerungsmanagement als noch nicht ausreichend bewertet.
Der Gesprächskreis kleiner Banken
Im Gesprächskreis kleiner Banken der Bafin wurde neben Torsten Leinweber und Markus Urban noch Reinhard Stahl aufgenommen.
Prüfungskosten der Regionalverbände
In den letzten Monaten kommen vermehrt Mitgliedsbanken zum Thema der Prüfungskosten ihres jeweiligen Prüfungsverbandes auf die IG zu. Durch die überbordende Regulatorik ist der Prüfungsaufwand für unsere Banken enorm gestiegen. Hierdurch hat sich der Kostenaufwand und die interne Kapazitätsbindung massiv erhöht. Im „Gesprächskreis kleiner Banken“ bei der BaFin wurde diese Entwicklung, seitens der Aufsicht, kritisch wahrgenommen. Nun möchte man Thema gemeinsam mit den vier Prüfungsverbänden erörtern. Ziel muss es sein, die Belastungen aus der Prüfung signifikant zu reduzieren.
