Partnerschaftlicher Austausch für starke Genossenschaftsbanken: IG und GVB im gemeinsamen Dialog

Der regelmäßige Austausch zwischen der Interessengemeinschaft kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken e.V. (IG) und dem Genossenschaftsverband Bayern (GVB) ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der vertrauensvollen Zusammenarbeit innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Auch das diesjährige Treffen zeigte erneut, wie wertvoll der offene und konstruktive Dialog zwischen beiden Organisationen ist.

Für den GVB nahmen der Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzende Stefan Müller und das Vorstandsmitglied Dr. Alexander Leißl am Gespräch teil. Die IG wurde durch ihre Vorstandsmitglieder Bundessprecher Hendrik Freund, Christian Klaus, Anton Ismair, Philipp Staniszewski und Christian Kern vertreten.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen strategischen Projekte des GVB, die laufende Arbeit der IG sowie zahlreiche Zukunftsfragen, die insbesondere kleine und mittlere Volksbanken und Raiffeisenbanken bewegen. Dabei wurde deutlich, dass beide Seiten das gemeinsame Ziel verfolgen, die genossenschaftlichen Banken zukunftsfähig aufzustellen und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Die IG stellte ihre aktuellen Aktivitäten, die Webinarreihe 2026 sowie die Planungen für die bundesweite IG-Mitgliederversammlung am 3. März 2027 vor. Gleichzeitig wurde der GVB eingeladen, sich auch künftig aktiv in Veranstaltungen und Fachformate der IG einzubringen. Die bisherigen gemeinsamen Erfahrungen zeigen, wie gewinnbringend der gegenseitige Austausch für alle Beteiligten ist.

Breiten Raum nahmen aktuelle Themen aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe ein. Diskutiert wurden unter anderem die regulatorischen Erleichterungen aus der MaRisk-Novelle für Banken, die praktische Umsetzung in der Prüfung, das Granularitätskriterium, das Projekt ZuWachs, Wero Fast Enrollment sowie verschiedene Zukunftsinitiativen innerhalb des Verbundes.

Zum Thema „Granularitätskriterium“, welches mit Wirkung zum 19.05.2026 durch die BaFin in Kraft gesetzt wurde, werden im Juli Abstimmungsgespräche zur Vorgehenswiese bis zur vollständigen technischen Umsetzung durch die Atruvia zwischen den Verbänden laut Herrn Dr. Leißl geführt. Die klare Forderung der IG ist eine einheitliche Kommunikation und Vorgehensweise aller Verbände.

Besonders wichtig war der IG dabei die Erwartung, dass regulatorische Erleichterungen künftig auch in der Prüfungspraxis spürbar werden. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass hierfür weiterhin ein enger Austausch zwischen Banken, Verbänden und Prüfungsorganisationen erforderlich ist.

Konstruktiv diskutiert wurden auch Fragen zur Prüfungseffizienz, zur Nutzung neuer Technologien sowie zur zukünftigen Ausgestaltung sowie Besetzung von Verbundstrukturen und Gremien. Positiv aufgenommen wurde die Vorstellung einer neuen verbundweiten Prüfungssoftware, die in den kommenden Jahren schrittweise eingeführt werden soll.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Frage, wie die Interessen kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken auch künftig in wichtigen Projekten und Entscheidungen angemessen berücksichtigt werden können. Sowohl der GVB als auch die IG betonten die Bedeutung einer engen Einbindung aller Bankengruppen und einer transparenten Kommunikation innerhalb des Verbundes.

Besonders erfreulich war das Angebot von Herrn Dr. Leißl, bei konkreten Themenstellungen jederzeit in den direkten Austausch mit dem GVB zu gehen und nicht bis zum nächsten Jahresgespräch zu warten. Dieses Angebot unterstreicht die vertrauensvolle und lösungsorientierte Zusammenarbeit, die beide Seiten intensiv pflegen.

Fazit des Treffens:
Der Dialog zwischen GVB und IG ist geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Interesse, die genossenschaftliche Idee erfolgreich in die Zukunft zu führen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die gute Zusammenarbeit auch künftig fortgesetzt und weiter ausgebaut werden soll, um die Anliegen der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern bestmöglich zu vertreten.

Vielen Dank an die Vorstände des GVB Stefan Müller und Dr. Alexander Leißl für den offenen, ehrlichen und konstruktiven Austausch.